Auf einen Blick
Das WM-Achtelfinale 2026 wird mit den Spielen Frankreich gegen Schweden, Mexiko gegen Ecuador und Elfenbeinküste gegen Norwegen fortgesetzt, nachdem Deutschland ausgeschieden ist.
Das Ausscheiden der Turnierfavoriten Deutschland und der überraschende Einzug von Außenseiter Paraguay verändern das Turnierbild erheblich und erhöhen die Unberechenbarkeit der Prognosen für die verbleibenden K.-o.-Runden.
Am Dienstag finden die Spiele Frankreich gegen Schweden und Mexiko gegen Ecuador statt. Die Sieger treffen anschließend auf Paraguay beziehungsweise auf den Sieger der Partie Niederlande/Marokko.
Die FIFA-Weltmeisterschaft 2026 hat das Achtelfinale erreicht, eine K.-o.-Runde, die bereits für erhebliche Überraschungen und dramatische Wendungen gesorgt hat. Nach dem Abschluss der Gruppenphase verlagert sich der Turnierfokus auf Einzelspiele in Nordamerika. Die Ergebnisse vom Montag sahen Brasilien und Paraguay weiterkommen, während der viermalige Weltmeister Deutschland im Elfmeterschießen ausschied. Der Spielplan für den Dienstag umfasst drei Begegnungen: Elfenbeinküste gegen Norwegen, Frankreich gegen Schweden und Mexiko gegen Ecuador.
Rückblick auf die Überraschungen vom Montag
Das unerwartete Ausscheiden Deutschlands ist zur zentralen Erzählung der frühen K.-o.-Phase geworden. Trotz Favoritenstatus wurde die Mannschaft von Julian Nagelsmann nach einem 1:1-Unentschieden und einer anschließenden 4:3-Niederlage im Elfmeterschießen von Paraguay gestoppt. Laut Al Jazeera erzielte José Canale den entscheidenden Elfmeter für Paraguay und sicherte damit den größten WM-K.-o.-Sieg in der Geschichte. Deutschland hatte zuvor noch nie ein WM-Elfmeterschießen verloren.
Das Spiel wurde durch eine umstrittene Schiedsrichterentscheidung geprägt, als ein Tor von Jonathan Tah in der Verlängerung wegen eines Fouls am paraguayischen Torhüter Orlando Gill nicht gegeben wurde. Letztlich besiegelten verschossene Elfmeter von Kai Havertz, Nick Woltemade und Tah das Schicksal der Deutschen. Paraguay zog ins Achtelfinale ein, wo die Mannschaft auf den Sieger der Partie Frankreich gegen Schweden trifft.
Auch Brasilien kam am Montag weiter, allerdings deutlich mühsamer. Gegen Japan lag die Seleção bis zur 56. Minute mit 0:1 zurück, bis Casemiro ausglich. Das Spiel schien auf die Verlängerung zuzusteuern, ehe Gabriel Martinelli in der 95. Minute den Siegtreffer zum 2:1 erzielte. The Athletic berichtete, dass sämtliche Prognostiker für ihre Berichterstattung – einschließlich eines Algorithmus und eines sechsjährigen Teilnehmers – Brasiliens Sieg korrekt vorhergesagt hatten.
Spielplan und Prognosen für den Dienstag
Der Dienstag bringt drei Begegnungen mit unterschiedlichen statistischen Ausgangspositionen. Die erste Partie, Elfenbeinküste gegen Norwegen, findet im Dallas Stadium in Texas statt. Es ist das erste Pflichtspiel zwischen beiden Nationen. Laut einem Bericht von Al Jazeera über Opta-Supercomputer-Simulationen gilt Norwegen als klarer Favorit. Die Daten geben Norwegen eine Siegchance von 56,1 Prozent in der regulären Spielzeit, verglichen mit 21,6 Prozent für die Elfenbeinküste. Norwegen schlägt sich historisch gut gegen afrikanische Mannschaften und hat von 19 Begegnungen mit CAF-Nationen nur zwei verloren.
Die Begegnung des Tages ist die Partie Frankreich gegen Schweden im New York/New Jersey Stadium. Frankreich geht mit einer perfekten Gruppenphase in die K.-o.-Runde und hat alle drei Spiele gewonnen – erstmals seit 1998. Al Jazeera merkt an, dass Frankreich weithin als Turnierfavorit gilt; die Wahrscheinlichkeit für den Titelgewinn liegt laut Opta bei 22,85 Prozent. Der Supercomputer gibt Frankreich eine Chance von 75,1 Prozent auf einen Sieg am Dienstag in regulärer Spielzeit, während Schweden lediglich bei 9,5 Prozent liegt. Frankreichs Angriff um Kylian Mbappé und Ousmane Dembélé zeigt sich bislang äußerst produktiv; Schweden war als Gruppendritter mit einer Bilanz von 1-1-1 weitergekommen.
Die abschließende Begegnung des Tages bestreiten die Gastgeber Mexiko und Ecuador im Mexico City Stadium. Die beiden Nationen trafen zuvor einmal bei der WM 2002 aufeinander, als Mexiko 2:1 gewann. In jüngeren Vergleichen gab es jedoch ein ausgeglichenes Bild mit drei aufeinanderfolgenden Unentschieden in den letzten drei Begegnungen. Der Opta-Supercomputer sieht Mexiko leicht im Vorteil mit einer Siegchance von 47,1 Prozent in regulärer Spielzeit gegenüber 23,7 Prozent für Ecuador. Die Wahrscheinlichkeit für ein Unentschieden liegt bei 29,2 Prozent, was eine Verlängerung als realistische Möglichkeit erscheinen lässt. Einschließlich Verlängerung und Elfmeterschießen steigt Mexikos Wahrscheinlichkeit auf das Weiterkommen auf 61 Prozent.
Wichtiger Kontext und Turnierstand
Das Achtelfinale wurde in einem neuen Format ausgetragen, bei dem sich 48 Mannschaften qualifizierten und zusätzlich die acht besten Gruppendritten für die K.-o.-Runde qualifiziert waren. Dieses Format ermöglichte es Mannschaften wie Schweden, die als Dritte ihrer Gruppe abschnitten, im Wettbewerb zu bleiben. The Athletic hebt in seiner Berichterstattung die Unberechenbarkeit des erweiterten Formats hervor und stellt fest, dass selbst informelle Prognostiker wie ein Hund namens Stanley Schwierigkeiten hatten, die Ergebnisse korrekt vorherzusagen.
Bislang haben vier Mannschaften ihren Platz im Achtelfinale sicher: Kanada, Brasilien, Paraguay und Marokko. Marokko setzte sich im Elfmeterschießen gegen die Niederlande durch. Die Partie endete nach Verlängerung 1:1, wobei Marokko im Elfmeterschießen mit 3:2 die Oberhand behielt. In der nächsten Runde trifft Marokko auf Kanada. The Athletic berichtete, dass Marokko in der offenen Spielphase mehr Chancen hatte, Cody Gakpo die Niederlande jedoch in der 72. Minute in Führung brachte, bevor Issa Diop für Marokko in der Nachspielzeit ausglich.
Frankreichs Trainer Didier Deschamps hat die Notwendigkeit von Demut vor dem Spiel gegen Schweden betont und erklärt, dass Schweden zwar „nichts zu verlieren“ habe, seine Mannschaft sich jedoch keine Fehler erlauben dürfe. Schwedens Trainer Graham Potter erkannte die Schwere der Aufgabe an und erklärte, seine Mannschaft müsse „so nah wie möglich an der Perfektion sein“, um die französische Auswahl zu bezwingen. Der Sieger dieser Begegnung trifft auf Paraguay, was dem ohnehin unberechenbaren Turnierbaum eine weitere spannende Note verleiht.
Im weiteren Turnierverlauf zeigt sich deutlich die Diskrepanz zwischen Gruppenphasenleistung und Überleben in der K.-o.-Runde. Mannschaften wie Deutschland, die Ballbesitz dominierten, aber im Abschluss zu wenig Durchschlagskraft zeigten, wurden bestraft, während widerstandsfähige Teams wie Paraguay aus ihren wenigen Chancen Kapital schlugen. Das Achtelfinale wird im Laufe der Woche fortgesetzt, die restlichen Plätze im Achtelfinale sollen bis Donnerstag entschieden sein.
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