Sport

FIA-Chef Ben Sulayem sagt V8-Rückkehr in Formel 1 zu

Auf einen Blick

Was ist passiert

FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem verpflichtet sich vor dem Großen Preis von Großbritannien in Silverstone zur Rückkehr der V8-Motoren in die F1.

Warum es wichtig ist

Die V8-Zusage bindet den Regierweltverband des Formel-1-Sports an eine konkrete technische und regulatorische Richtung, die bei Umsetzung die Motorenversorgung, die Herstellerbeteiligung, die Teamkosten und das Klangprofil der Meisterschaft verändern würde.

Was als Nächstes zu beobachten ist

Achten Sie auf Folgestellungnahmen der FIA mit Angabe der Zielsaison, etwaiger Konsultationen mit den aktuellen Antriebsherstellern (Mercedes, Ferrari, Red Bull-Ford, Audi, Cadillac/Honda) sowie auf den Rahmen der Motorenregularien, die die aktuelle Hybrid-V6-Turboformel ersetzen würden.

FIA-Präsident kündigt V8-Rückkehr vor Silverstone an

Mohammed Ben Sulayem, Präsident der Fédération Internationale de l’Automobile (FIA), hat sich öffentlich dazu verpflichtet, die Rückkehr der V8-Motoren in die FIA-Formel-1-Weltmeisterschaft voranzutreiben. Die Zusage wurde vor dem Großen Preis von Großbritannien in Silverstone abgegeben, wo Ben Sulayem nach Angaben von Arab News anwesend ist. Die vorliegenden Quellen nennen weder ein konkretes Zieljahr für die Umstellung noch den regulatorischen Weg, der zur Umsetzung erforderlich wäre.

„Mit Blick auf die Zukunft stellt die FIA sicher, dass die Formel 1 an der Spitze der globalen Motorsportentwicklung bleibt und packenden Rennsport für eine wachsende Zahl von Fans weltweit bietet. Ich setze mich für die Rückkehr der V8-Motoren ein, die für die Fans leichter, günstiger, sicherer und lauter sein werden“, erklärte Ben Sulayem in einer von Arab News zitierten Stellungnahme.

Was die Zusage umfasst – und was noch offen bleibt

In seiner Erklärung umriss Ben Sulayem die vorgeschlagene Antriebseinheit mit vier fanorientierten Eigenschaften: leichter, günstiger, sicherer und lauter. Der Bericht von Arab News lässt offen, ob der V8 die seit 2014 verwendete 1,6-Liter-Turbo-Hybrid-V6-Einheit ersetzen, parallel als alternative Spezifikation laufen oder auf eine bestimmte Serie bzw. Rahmenrennserie beschränkt bleiben soll. Technische Spezifikationen, Kostenobergrenzen oder ein Homologationszeitplan wurden in der verfügbaren Berichterstattung nicht genannt.

Die Formel 1 wird derzeit mit Hybridantrieben bestritten, die von Mercedes, Ferrari, Red Bull-Ford Powertrains sowie ab 2026 von Audi und dem General-Motos-affiliierten Cadillac-Projekt in Partnerschaft mit Honda geliefert werden. Jede Änderung der Motorenformel würde Verhandlungen mit diesen Herstellern sowie eine Verabschiedung über die sportlichen und technischen Regelverfahren der FIA erfordern. Die vorliegenden Quellen berichten weder über eine solche Konsultation, über Reaktionen der Hersteller noch über einen Zeitplan.

Silverstone als Kulisse

Die Ankündigung wurde rund um den Großen Preis von Großbritannien gerahmt, einen der ältesten Läufe im Rennkalender. Arab News berichtete, dass für das Rennen eine Rekordkulisse von mehr als einer halben Million Fans in Silverstone erwartet wird. Ben Sulayem verwies auf die Rolle des Kurses in der Geschichte der Meisterschaft und wies darauf hin, dass der erste Grand Prix von Großbritannien 1926 in Brooklands stattfand und Silverstone 1950 das erste Rennen zur FIA-Formel-1-Weltmeisterschaft austrug. Die Streckenvorstellung von The New York Times / Athletic bestätigt, dass Silverstone, angelegt auf einem früheren Stützpunkt der Royal Air Force, der 1943 eröffnet wurde, den ersten Weltmeisterschaftslauf ausrichtete und nach wie vor Heimrennen eines nennenswerten Teils des Feldes ist.

Fünf britische Fahrer sind für das Rennen gemeldet: George Russell, Lewis Hamilton, Lando Norris, Oliver Bearman und Arvid Lindblad, wie Arab News berichtet. The Athletic merkte an, dass Alex Albon in Großbritannien geboren ist, aber unter thailändischer Flagge startet und nicht zu den heimischen Piloten gezählt wird.

Streckencharakter und rennsportliche Aspekte

Die Silverstone-Vorschau von The Athletic beschreibt einen Kurs, der von schnellen Kurven und der Unberechenbarkeit des Windes auf seinem offenen Layout geprägt ist. „Je schneller diese Strecke wird, desto besser wird sie. Es muss die beste Strecke der Welt sein, es fühlt sich an, als würde man mit einem Kampfjet über die Strecke fliegen“, wird Hamilton zitiert. Fahrer Alex Albon sagte der Publikation, dass die Windrichtung die Balance des Autos in einzelnen Kurven deutlich verändern könne und die Piloten Gegen- und Rückenwindabschnitte unterschiedlich bewältigen müssten.

Der Beitrag katalogisiert zudem die Kurvennamen und ihre Herkunft: Kurve 1 Abbey, benannt nach Luffield Abbey, deren Überreste nahe der Kurve entdeckt wurden; Kurve 2 Farm, ein Linksknick, dessen Name auf einen bewirtschafteten Bauernhof zurückgeht, an dem die Autos einst vorbeifuhren; Kurve 3 Village, 2010 in den Streckenverlauf aufgenommen; Kurve 4 The Loop, die einzige nach ihrer Form benannte Kurve; Kurve 5 Aintree, benannt nach der Liverpooler Rennstrecke, die zwischen 1955 und 1962 den Großen Preis von Großbritannien ausrichtete; sowie die Wellington-Gerade, entstanden aus einer alten Landebahn der RAF und 2010 zu Ehren der dort im Krieg stationierten Wellington-Bomber umbenannt. Die Strecke überschreitet die Kreisgrenze zwischen Northamptonshire und Buckinghamshire.

Historische Momente

Die Vorschau von The Athletic rief mehrere frühere Brennpunkte des Großen Preises von Großbritannien in Erinnerung: Michael Schumacher gegen Ayrton Senna 1993, Rubens Barrichello gegen Schumacher 2003, Sebastian Vettel gegen Valtteri Bottas 2018 sowie das Rennen 2022, in dem sich Sergio Pérez, Charles Leclerc und Hamilton an der Spitze abwechselten. Der Beitrag wies zudem darauf hin, dass das Rennen von 1950 das einzige britische Motorsport-Ereignis ist, das von einem amtierenden Monarchen besucht wurde – König Georg VI. –, in Begleitung der damaligen Prinzessin Elizabeth, Prinzessin Margaret sowie Lord und Lady Mountbatten.

Was bestätigt ist und was offen bleibt

In der verfügbaren Berichterstattung ist bestätigt: Ben Sulayem gab die Zusage in eigenen Worten ab, die FIA rahmte sie mit vier Eigenschaften (leichter, günstiger, sicherer, lauter), und die Erklärung wurde öffentlich im Vorfeld des Großen Preises von Großbritannien abgegeben. Durch die vorliegenden Quellen nicht bestätigt sind: eine Zielsaison, ein Hubraum, ein Hybridisierungsanteil, eine Kostenobergrenze, ein Hersteller-Konsultationsprozess, Reaktionen der aktuellen Antriebslieferanten sowie eine Abstimmung innerhalb der FIA oder beim kommerziellen Rechteinhaber Formula One Management. Über diese Punkte sollte in Medien, die die technischen und sportlichen Arbeitsgruppen der FIA begleiten, berichtet werden, bevor die V8-Zusage als festgezurrter technischer Kurs gelten kann.

Weiterer Kontext der FIA

Über die Motorenzusage hinaus verwies die FIA-Erklärung, wie von Arab News berichtet, auf Pläne, die FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft 2027 mit einem neu hinzukommenden Sechs-Stunden-Rennen von Silverstone zurück an die Strecke zu bringen. Die Erklärung verknüpfte diesen Meilenstein zudem mit der Nachwuchsförderung und nannte den FIA Global Karting Plan als Teil der Bemühungen, künftige Talente zu entwickeln und die Beteiligung am Motorsport zu verbreitern. The Athletic hob gesondert Silversstones Rolle im britischen „Motorsport Valley“ hervor und merkte an, dass acht der elf Formel-1-Teams im Land ansässig sind.

Was als Nächstes zu beobachten ist

Die unmittelbaren Fragen fallen in zwei Gruppen. Erstens, regulatorisch: wann die FIA den Entwurf einer Motorenregulierung veröffentlichen will, welche Hybridkomponente (falls überhaupt) den V8 begleiten würde und wie dies mit der seit 2021 geltenden Kostenobergrenze zusammenwirken würde. Zweitens, kommerziell und sportlich: ob die bestehenden Hersteller bereit wären, ein V8-Paket zu entwickeln, wie die Partnerschaft zwischen Cadillac und Honda oder der Audi-Einstieg ab 2026 davon berührt würden und ob neues Herstellerinteresse geweckt wird. Berichte vom Wochenende des Großen Preises von Großbritannien – einschließlich etwaiger FIA-Pressekonferenzen oder technischer Briefings von Ben Sulayem – wären der nächste konkrete Prüfstein, gefolgt von Sitzungen der technischen Beratungsausschüsse der FIA in den folgenden Monaten.

Werbung
#Formel 1#FIA#Mohammed Ben Sulayem#V8-Motoren#Großer Preis von Großbritannien#Silverstone

Kommentare

Werbung

Newsletter — die wichtigsten Nachrichten des Tages, ohne Spin

Ein täglicher Überblick direkt in Ihr Postfach. Kein Spam, Abmeldung mit einem Klick.

Mit dem Abonnement akzeptieren Sie dieDatenschutzerklärung.

Unterstütze „No Spin“

Wir machen Nachrichten ohne Clickbait und ohne Spin. Wenn das für dich einen Wert hat, kannst du uns mit einem freiwilligen Beitrag unterstützen. Danke!