Auf einen Blick
Die Schweiz wirft Kolumbien nach 0:0 mit 4:3 im Elfmeterschießen aus dem Turnier und steht erstmals seit 1954 im WM-Viertelfinale.
Das erste WM-Viertelfinale der Schweiz seit 72 Jahren beendet eine Durststrecke, die bis 1954 zurückreicht, und bringt ein Schwergewicht-Duell um den Einzug ins Halbfinale gegen Titelverteidiger Argentinien. Kolumbiens Ausscheiden verlängert eine Serie von Niederlagen in jeder WM-K.o.-Partie, die in die Verlängerung ging.
Die Schweiz trifft am Samstag, den 11. Juli, um 21 Uhr ET im Arrowhead Stadium in Kansas City auf Argentinien. Der Sieger dieser Partie trifft auf den Gewinner der Begegnung zwischen Norwegen und England, die am selben Tag in Miami stattfindet.
Schweiz wirft Kolumbien im Elfmeterschießen raus und steht erstmals seit 1954 im WM-Viertelfinale
Die Schweiz hat am Dienstag mit einem 4:3-Sieg im Elfmeterschießen nach torlosen 120 Minuten in der Runde der letzten 16 das Viertelfinale der Weltmeisterschaft erreicht. Ruben Vargas verwandelte den entscheidenden Strafstoß und bescherte den Eidgenossen damit nach Angaben des Live-Tickers von The Athletic ihre erste WM-Viertelfinalteilnahme seit 1954.
The Athletic berichtete, dass in der Partie in Vancouver über weite Strecken klare Chancen Mangelware waren. Die kombinierte Expected-Goals-Bilanz in den ersten 90 Minuten lag bei 0,7 – der niedrigste Wert eines Spiels bei der WM 2026 nach regulärer Spielzeit. Davon entfielen 0,4 auf Kolumbien und 0,3 auf die Schweiz, und vor der Verlängerung kamen lediglich vier Schüsse auf das Tor zustande.
Als Belohnung wartet auf die Schweiz nun ein Duell mit Titelverteidiger Argentinien im Arrowhead Stadium in Kansas City am Samstag, dem 11. Juli, Anstoß um 21 Uhr ET. Der Sieger dieser Begegnung trifft auf den Gewinner der Partie Norwegen gegen England, die am selben Tag um 17 Uhr ET im Hard Rock Stadium in Miami stattfindet. Das Viertelfinalprogramm beginnt am Donnerstag, dem 9. Juli, mit der Partie Frankreich gegen Marokko im Gillette Stadium.
Die Schweizer hatten ihre Gruppe überstanden und Algerien besiegt, um diese Runde zu erreichen. Der Sieg gegen Kolumbien macht sie zur ersten Schweizer Mannschaft, die bei einer einzelnen WM zwei K.o.-Spiele überstanden hat. Es ist zudem der erste Elfmeterschießen-Erfolg der Schweiz bei einer Weltmeisterschaft und erst der zweite bei einem großen Turnier nach dem Weiterkommen gegen Frankreich im Elfmeterschießen bei der EM 2020.
Kolumbiens K.o.-Durststrecke in der Verlängerung setzt sich fort
Kolumbiens Stürmer Luis Díaz, früher beim FC Liverpool, schied auf schmerzlichste Weise aus dem Turnier aus, nachdem am Tag zuvor sein Mannschaftskamerad Mohamed Salah mit Ägypten gegen Argentinien eine 2:0-Führung aus der Hand gegeben und drei späte Gegentore kassiert hatte. Laut The Athletic ist Kolumbien damit nun aus allen drei WM-K.o.-Spielen ausgeschieden, die in die Verlängerung gingen – ein geteilter Rekord für eine Nation, die eine solche Partie nie überstanden hat, gleichauf mit Rumänien und Mexiko.
Beide Elfmeterschießen-Niederlagen Kolumbiens in dieser Runde gab es gegen europäische Gegner, was an die Niederlage gegen England in derselben Runde 2018 erinnert. Auch ein breiteres Muster sprach gegen sie: Die Mannschaft, die als zweite antrat, hat nun 13 der letzten 15 WM-Elfmeterschießen gewonnen, und alle vier Elfmeterschießen bei diesem Turnier gingen an das Team, das den zweiten Strafstoß ausführte – Paraguay, Marokko, Ägypten und nun die Schweiz.
Der kolumbianische Stürmer Luis Suárez sagte nach dem Spiel gegenüber der FIFA, die Mannschaft sei „zu Größerem bestimmt“, und forderte das Land auf, das Turnier als „einen großen Wendepunkt“ zu betrachten. Mittelfeldspieler Gustavo Puerta beendete das Turnier mit 14 Schüssen und ohne Tor – die meisten Schüsse eines Spielers bei dieser WM ohne Treffer und die meisten eines Kolumbianers bei einer einzelnen Endrunde seit 1966, so The Athletic.
Warum es zählt
Für die Schweiz beendet das Ergebnis eine 72-jährige Abwesenheit aus der Runde der letzten Acht bei einer Weltmeisterschaft – eine Durststrecke, die die Fans des Landes in Vancouver mit Fahnen, Schals und einem Banner feierten, das Granit Xhaka als Freiheitsstatue mit WM-Pokal zeigt. The Athletic wies darauf hin, dass Ricardo Rodríguez nun 31 aufeinanderfolgende Partien bei großen Turnieren seit der WM 2014 bestritten hat – die meisten eines europäischen Feldspielers in diesem Zeitraum, abgesehen von Englands Harry Kane mit 33 Einsätzen.
Für Kolumbien verstärkt das Ausscheiden ein altbekanntes Muster im K.o.-Fußball. Alle drei WM-Niederlagen nach Verlängerung endeten mit einer Pleite, und die Mannschaft kehrt nun nach Hause zurück, ohne ein Turnier in Tore umgemünzt zu haben, in dem Puerta zwar immer wieder Chancen kreierte, diese aber nicht in Tore verwandeln konnte.
Das Ergebnis hat auch Auswirkungen auf die übrige Turnierübersicht. Mit dem Weiterkommen der Schweiz bleibt eine sechste UEFA-Mannschaft im Viertelfinale, neben Frankreich, Spanien, Belgien, Norwegen und England, während Argentinien und Marokko allein Südamerika bzw. Afrika vertreten.
Wo die Berichterstattung einzuordnen ist und was unbestätigt bleibt
Die Live-Berichterstattung von The Athletic ist die einzige im vorliegenden Material verfügbare Quelle für diese Partie, und ihre faktischen Angaben – das 0:0, das 4:3 im Elfmeterschießen, Vargas’ entscheidender Strafstoß sowie die historischen Rekorde – werden in beiden URL-Versionen übereinstimmend dargestellt. The Athletic bettet zudem Meinungen seiner Autoren ein, die Frankreich als ihren favorisierten Turniersieger benennen; dies ist eine redaktionelle Einschätzung und kein berichteter Fakt und wird hier lediglich als die von der Publikation geäußerte Sichtweise wiedergegeben.
The Athletics Hinweis, dass die WM 2026 über nordamerikanische Spielorte ausgetragen wird, deckt sich mit der von ihnen aufgeführten Spielstättenliste – Gillette Stadium, SoFi Stadium, Hard Rock Stadium und Arrowhead Stadium –, das vorliegende Material nennt die Gastgeberländer jenseits des USMNT-Artikels mit Verweis auf Spiele in Seattle, Los Angeles und Santa Clara jedoch nicht ausdrücklich. Eine Bestätigung der offiziellen Gastgeberländer-Bezeichnung fand sich im Quellentext nicht.
The Athletics Angabe, dass die Schweiz noch nie zuvor zwei K.o.-Runden bei einer einzelnen WM überstanden hat und dass es ihr erster Elfmeterschießen-Sieg bei einer WM ist, wird im vorliegenden Material nicht widersprochen und kann als Berichterstattung des Mediums gelten.
Vergleiche und Größenordnung
Der kombinierte Expected-Goals-Wert von 0,7 über 90 Minuten ist der niedrigste einer Partie bei der WM 2026 nach regulärer Spielzeit und ordnet diese Begegnung als eine der qualitativ schwächsten K.o.-Partien ein, die bei einer Weltmeisterschaft je registriert wurden. Der Elfmeterschießen-Erfolg der Schweiz ist erst ihr zweiter bei einem großen Turnier und ihr erster bei einer WM, was dem Ergebnis historische Seltenheit verleiht.
Kolumbiens Serie von drei aufeinanderfolgenden Niederlagen nach Verlängerung gleicht der von Rumänien und Mexiko, während Puertas 14 schusslose Versuche sowohl einen Turnier- als auch einen nationalen Rekord darstellen. The Athletics Statistik zu Elfmeterschießen – 13 der letzten 15 WM-Schießereien gingen an die Mannschaft, die als zweite antrat – liefert einen Langzeit-Vergleichswert, der erklärt, warum die Schweiz, die als vierte nach Kolumbiens Fehlschuss antrat, diesen Vorteil nutzen konnte.
Beteiligte, Gewinner und Verlierer
Die Schweiz ist der klare sportliche Profiteur: Eine 72-jährige Wartezeit endete, ein Platz im Viertelfinale ist gesichert, und der Weg ins Halbfinale gegen ein Argentinien, das The Athletic durchweg als aus engen Spielen gegen schwächere Gegner entkommen beschreibt, scheint machbar. Kolumbien scheidet aus, hat jedoch mit dem Erreichen des Achtelfinals Anerkennenswertes geleistet – nur eben ohne einen K.o.-Spiel-Sieg bei einer WM seit 2018.
Argentinien behält unterdessen den Status des Titelverteidigers, bekommt es aber mit einer Schweizer Mannschaft zu tun, die laut The Athletic mehr Chancen herausspielen muss, um den Südamerikanern gefährlich zu werden. Auch Norwegen und England erhalten ein klareres Bild ihres möglichen Halbfinalgegners. The Athletics Redakteure sind uneins zwischen Frankreich und Argentinien als ihren prognostizierten Turniersiegern, was den fehlenden Konsens über den späteren Champion widerspiegelt.
Was als Nächstes zu beobachten ist
Der Samstag, der 11. Juli, ist der entscheidende Tag für die Schweiz. Ihr Viertelfinale gegen Argentinien im Arrowhead Stadium beginnt um 21 Uhr ET. The Athletic hat angemerkt, dass die Gesamtleistung der Schweiz „erschreckend schwach“ gewesen sei und sie gegen den Titelverteidiger mehr Chancen herausspielen müsse, um weiterzukommen.
Am selben Tag stehen sich Norwegen und England um 17 Uhr ET im Hard Rock Stadium in Miami gegenüber und entscheiden damit über den möglichen Halbfinalgegner der Schweiz. Das übrige Viertelfinalprogramm beginnt am Donnerstag, dem 9. Juli, mit Frankreich gegen Marokko um 16 Uhr ET im Gillette Stadium, gefolgt am Freitag von Spanien gegen Belgien um 15 Uhr ET im SoFi Stadium. The Athletics Autoren beobachten die Fitness von Marokkos Stürmer Ismael Saibari vor dieser Partie, wobei eine Bestätigung seiner Verfügbarkeit im Quellmaterial nicht enthalten war.
Für Kolumbien wurden die nächsten geplanten Pflichtspiele in den vorliegenden Quellen nicht aufgeführt, und es bleibt abzuwarten, ob Luis Suárez’ Appell, den Lauf als „großen Wendepunkt“ zu behandeln, in Veränderungen der Mannschaftszusammensetzung oder des Trainerstabs mündet.
Fragen & Antworten
What was the score between Switzerland and Colombia?
The match finished 0-0 after 120 minutes, with Switzerland winning the penalty shootout 4-3. Ruben Vargas struck the decisive penalty.
When did Switzerland last reach a World Cup quarter-final?
Switzerland had not reached a World Cup quarter-final since 1954, according to The Athletic. Their shootout win over Colombia ends a 72-year wait.
Who does Switzerland play next in the World Cup?
Switzerland face reigning champions Argentina at Arrowhead Stadium in Kansas City on Saturday July 11 at 9pm ET, with Norway or England awaiting the winner.
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