Auf einen Blick
Oyarzabal trifft doppelt, Spanien besiegt Österreich mit 3:0 und steht im WM-Achtelfinale, wo am 6. Juli die Partie gegen Portugal oder Kroatien ansteht.
Der Sieg hält Spanien auf Kurs für das Achtelfinale am 6. Juli gegen den Sieger der Partie Portugal gegen Kroatien, mit einem möglichen Halbfinale gegen Frankreich am 14. Juli. Zudem stellte Torhüter Unai Simón einen WM-Allzeitrekord von über 517 Minuten ohne Gegentor auf.
Spanien wartet auf den Sieger der Partie Portugal gegen Kroatien (Donnerstag, 19 Uhr Ortszeit Toronto); das Achtelfinale ist für den 6. Juli im AT&T Stadium in Dallas angesetzt. Die zweite Achtelfinalbegegnung am selben Tag bestreiten die Schweiz und Algerien um 23 Uhr Ortszeit.
Spanien zieht souverän ins SoFi Stadium ein
Spanien hat durch einen ungefährdeten 3:0-Sieg über Österreich im SoFi Stadium in Los Angeles das Achtelfinale der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 erreicht. Nach Angaben der New York Times (Athletic) brachte Mikel Oyarzabal Spanien in der ersten Hälfte nach einer Flanke von Marc Cucurella in Führung, Pedro Porro erhöhte nach dem Seitenwechsel, und Oyarzabal besorgte mit seinem zweiten Treffer in der Schlussphase sein bereits viertes Turniertor. Das Ergebnis verlängerte Spaniens ungeschlagene Serie im Wettbewerb und sicherte der Mannschaft den Gruppensieg vor der K.o.-Runde.
Oyarzabal als führender Stürmer des Turniers
Oyarzabals zwei Tore brachten seine Ausbeute bei dieser Weltmeisterschaft auf vier, womit er – wie die New York Times (Athletic-Liveblog) berichtete – an der Spitze der Torschützenliste mit Frankreichs Ousmane Dembélé und Brasiliens Vinícius Júnior gleichauf liegt. Der 29-jährige Stürmer von Real Sociedad kommt nun auf 18 Tore in seinen letzten 21 Länderspielen. Dieser Lauf begann mit seinem Siegtor im EM-Finale 2024 gegen England – ebenfalls nach einer Flanke von Cucurella. The Athletic merkte an, dass Oyarzabals jüngste Form „bei einigen größeren Vereinen für Aufsehen sorgen dürfte“, angesichts der Schwierigkeit, verlässliche Mittelstürmer zu finden.
Yamal glänzt ohne eigenen Treffer
Lamine Yamal traf zwar nicht selbst, wurde jedoch weithin als Spaniens einflussreichster Angreifer angesehen. Der 18-jährige Stürmer des FC Barcelona tunnelte Österreichs Konrad Laimer – der von Trainer Ralf Rangnick eigens auf die linke Außenverteidigerposition beordert worden war, um ihn zu neutralisieren – gleich zweimal, spielte einen präzisen Pass ohne hinzusehen auf Porro und prüfte Torhüter Alexander Schlager mit einem scharf getretenen Schuss. Wie die New York Times (Athletic) berichtete, war Yamals beste Chance fünf Minuten vor dem Ende, als David Alaba seinen Schuss von der Linie klärte. Nach seiner im April erlittenen Hamstringverletzung deutete Yamals Leistung laut Athletic-Autorin Laurie Whitwell darauf hin, dass er „zunehmend in Form kommt“.
Cucurellas Flanken und Spaniens Kaderbreite
Marc Cucurella war der Vorbereiter zweier der drei spanischen Tore und lieferte die Vorlagen zu Oyarzabals erstem Treffer sowie zu Porros Kopfball. The Athletic hob hervor, dass die zunächst als Reservisten ins Turnier gestarteten Alex Baena und Porro sich „ihre Plätze in der Startelf verdient“ hätten. Besonders das zweite spanische Tor sei „für die über weite Strecken gezeigte Dominanz hochverdient“ gewesen und zeuge von der Breite des Kaders. Trainer Luis de la Fuentes Mannschaft kontrollierte von Beginn an den Ball, drängte Österreich zurück und legte ein hohes Tempo vor, das die Europäer nur selten durchbrechen konnten.
Unai Simón bricht einen alten WM-Rekord
Spaniens Torhüter Unai Simón hatte über weite Strecken wenig zu tun, doch das Zu-Null-Spiel besaß historische Bedeutung. Mitte der zweiten Halbzeit stellte Simón – wie die New York Times (Athletic) berichtete – mit 461 Minuten ohne Gegentor bei Weltmeisterschaften einen neuen spanischen Rekord auf und übertraf damit die Bestmarke von Iker Casillas aus den Turnieren 2010 und 2014. Kurz vor dem Ende brach er zudem den Allzeitrekord für WM-Endrunden, indem er die bisherige Bestmarke von 517 Minuten ohne Gegentor des Italieners Walter Zenga bei der WM in Italien 1990 übertraf. Es bleibt abzuwarten, ob Simón Casillas nacheifern und als zweiter spanischer Torhüter eine Weltmeisterschaft gewinnen kann.
Österreichs Turnier endet mit Positivem, aber auch Fragen
Mit dem Ausscheiden endete Österreichs erste WM-Teilnahme seit 1998. The Athletic bezeichnete das Turnier als „Sprungbrett“ und als „etwa das, was zu erwarten war“ unter Rangnick, der in diesem Jahr seinen Vertrag bis 2028 verlängert hatte. Dieselbe Quelle wies darauf hin, dass Österreich „weder die Kaderbreite noch die individuelle Qualität besitzt, um auf Augenhöhe mit den Spitzennationen zu konkurrieren“, und führte das Fehlen eines „torgefährlichen und wendigen Stoßstürmers“ als wesentliche Schwäche an. Zuvor in der Partie hatte Cucurella Spanien in der ersten Hälfte scheinbar in Führung gebracht, als er den losen Ball nach einer Yamal-Ecke ins Tor drosch; Schiedsrichter Glenn Nyberg entschied jedoch auf ein Foul an Schlager – eine Entscheidung, die laut The Athletic die Bereitschaft der Unparteiischen widerspiegelte, Torhüter bei Standardsituationen zu schützen.
Spaniens Weg durch die Gruppe H
Spanien erreichte die K.o.-Runde als Sieger der Gruppe H mit sieben Punkten aus drei Spielen gegen Kap Verde, Saudi-Arabien und Uruguay. Die Auftaktpartie gegen den WM-Neuling Kap Verde endete 0:0 – ein Ergebnis, das The Athletic als „denkwürdig“ bezeichnete, weil es Spaniens Klasse nicht gerecht wurde. Danach besiegte Spanien Saudi-Arabien innerhalb von 24 Minuten mit 3:0 und schlug anschließend Uruguay. Damit hat Spanien bei diesem Turnier noch keinen Gegentreffer kassiert. Die New York Times (Athletic-Liveblog) charakterisierte die Form als „auf unheilvolle Weise in dieses Turnier hineinwachsend“, wobei die Leistung gegen Österreich bislang die rundeste Darbietung gewesen sei.
Spanien als Frankreichs größter Herausforderer eingestuft
The Athletic mutmaßte, dass Spanien nun „die größten Herausforderer Frankreichs im Titelrennen“ sehe, mit einem möglichen Halbfinalduell gegen den Finalisten von 2022 am 14. Juli in Dallas in Reichweite. Dieselbe Quelle merkte an, dass Frankreich das einzige realistische Hindernis auf einem spanischen Weg sei, der an die Abfolge Euro–Weltmeisterschaft–Euro in den Jahren 2008 bis 2012 erinnern würde. Spaniens nächste Partie ist für den 6. Juli im AT&T Stadium gegen den Sieger der Begegnung Portugal gegen Kroatien am Donnerstag in Toronto angesetzt.
Portugal gegen Kroatien entscheidet über Spaniens Achtelfinalgegner
Spaniens nächster Gegner wird am Donnerstag um 19 Uhr Ortszeit (23:00 GMT) in Toronto ermittelt, wenn Portugal auf Kroatien trifft, wie Al Jazeera berichtete. Portugal qualifizierte sich als Zweiter der Gruppe H mit fünf Punkten – einem 1:1 gegen die DR Kongo, einem 5:0 gegen Usbekistan und einem 0:0 gegen Kolumbien. Kroatien zog als Zweiter der Gruppe L mit sechs Punkten ins Achtelfinale ein und rehabilitierte sich nach einer 2:4-Auftaktniederlage gegen England mit Siegen über Panama (1:0) und Ghana (2:1). Al Jazeeras Vorschau stellte die Partie als möglicherweise letztes WM-Spiel für den 41-jährigen Cristiano Ronaldo oder den 40-jährigen Luka Modrić dar – zwei ehemalige Teamkollegen bei Real Madrid, die als erste Feldspieler über 40 Jahren bei einer Weltmeisterschaft gegeneinander antreten würden.
Form und Fragen rund um die alternden Superstars
Al Jazeera berichtete, dass Ronaldo, der mit seinen beiden Treffern gegen Usbekistan zum ersten Spieler wurde, der bei sechs Weltmeisterschaften traf, „unter dem scheidenden Trainer Roberto Martínez jede Minute der Gruppenphase spielte“ und gegen Kolumbien „deutlich von der Rolle“ wirkte, mit lediglich zwei Ballkontakten im gegnerischen Strafraum. Modrić, der gegen Panama sein 200. Länderspiel bestritt, verursachte in der Auftaktniederlage gegen England einen Elfmeter, bevor er vor der Stundenmarke ausgewechselt wurde. Der Kroate, der auch den Siegtreffer Nikola Vlašić’ gegen Ghana vorbereitete, hatte Kroatien bereits 2018 ins Finale und 2022 ins Halbfinale geführt.
Prognosen und bisherige Duelle
Der Opta-Supercomputer, zitiert von Al Jazeera, gab Portugal eine Siegchance von 54,5 Prozent in der regulären Spielzeit, Kroatien eine von 20,4 Prozent und sah eine Wahrscheinlichkeit von 25,1 Prozent für eine Verlängerung. Die beiden Länder sind bisher zehnmal aufeinandergetroffen, mit sieben Siegen für Portugal, einem für Kroatien und zwei Remis – darunter Portugals 3:0 bei der EM 1996 mit Toren von Luís Figo, João Pinto und Domingos Paciência. Die Donnerstagspartie wird in den Vereinigten Staaten auf FOX, über die FOX-One-App, die Telemundo-App, im Telemundo Network und auf Peacock übertragen; Zuschauer im Vereinigten Königreich können sie bei BBC One und auf BBC iPlayer verfolgen.
Was bestätigt ist und was offen bleibt
Der 3:0-Endstand, die Torschützen, der Spielort und das Datum von Spaniens nächster Partie sowie die Identität des Gegners im Achtelfinale werden durch die New York Times (Athletic) und Al Jazeera bestätigt. Die Unai Simón zugeschriebenen Rekorde – 461 Minuten, die Casillas’ spanische Bestmarke übertreffen, sowie die spätere Überschreitung der 517-Minuten-Marke Zengas – werden von The Athletic gemeldet; keine der Quellen gibt an, ob die FIFA diese Zahlen offiziell bestätigt hat. Yamals Anzahl an Tunnelaktionen und seine konkreten Duelle mit Laimer stammen aus The Athletics Spielbericht. In den vorliegenden Auszügen waren keine Aufstellungsdetails für Spanien oder Österreich verfügbar.
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